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Leise rieselt der Schnee

Dieses Weihnachtslied hört man überall dudeln. Es vermittelt Winterstimmung und (falsche) Weihnachtsromantik. Bisher mochte ich es deshalb nicht und habe das Lied nur zähneknirschend mit den Kindern geübt. Nun hat jedoch Pfr. Albrecht Hoffmann aus Crimmitschau im „Wort zum Tag“ beim mdr Sachsen das Lied aufgegriffen und mir dadurch einen neuen Zugang dazu gegeben. – Ich möchxte euch in 5 Beiträgen seine Gedanken zu 5 Weihnachtsliedern weitergeben:

Zwischen dem, wie wir die Adventszeit gern hätten und wie wir sie erleben, klafft oft ein Graben. Ein Beispiel: Wenn ich mich über den Weihnachtsmarkt schieben lasse, inmitten einer fröhlich-gestresst-genervten Menschenmasse, im Nieselregen, muss ich fast lachen, wenn das Lied „Leise rieselt der Schnee“ aus den Lautsprechern quillt. Leise rieselt der Schnee?! Schön wär’s. Es lohnt sich aber, solche Advents- und Weihnachtslieder genauer zu betrachten. Ihr Inhalt birgt manches fast vergessene Geschenk. Zum Beispiel „Leise rieselt der Schnee“. Da hat wohl auch der Singmuffel die Melodie im Kopf und summt vor sich hin, oder? Klar, ich hab Sie doch gehört…  Ist doch schön!

Kennen Sie auch den Text? Genau: „Leise rieselt der Schnee. Still und starr ruht der See. Weihnachtlich glänzet der Wald. Freue dich, Christkind kommt bald!“ Ein winter-schönes Bild, das der Dichter Eduard Ebel vor Augen malt. Er war evangelischer Pfarrer und wollte Kindern Vorfreude aufs Christfest schenken. Klappt bis heute, auch bei uns Großen.

Im Lied geht es nämlich nicht um die Sehnsucht nach ruhiger, weißer Weihnacht.
Die zweite Strophe lenkt den Blick ins Innere: „In den Herzen ist’s warm, still schweigt Kummer und Harm, Sorge des Lebens verhallt: Freue dich, Christkind kommt bald!“ Also nicht: „Freut euch Kinder, bald gibt’s haufenweise Geschenke!“. Sondern: „Zu Weihnachten feiern wir den Geburtstag von Jesus Christus! Gottes Sohn, der aus Liebe zu uns Mensch wurde. Darüber freut euch, liebe Kinder – und Erwachsene!
Im Advent denken Christen bei „Freue dich, Christkind kommt bald“ auch daran, dass in der Bibel steht: Jesus wird einmal sichtbar wiederkommen. Dann führt er alle, die ihm vertraut haben, ins himmlische Zuhause. Aller Kummer, alle Sorge ist dann vorbei. Das große Wiedersehen im ewigen Frieden und das beste Familienfest aller Zeiten wird gefeiert. Diese doppelte Vorfreude ist im Lied wunderbar versteckt.

Warum also nicht heute mal den Text von „Leise rieselt der Schnee“ auspacken und singen – gerade, wenn sonst Hektik herrscht? Das ist wie ein Winterkurzausflug und gibt Zeit, sich auf den Grund für alle Adventsfreude zu besinnen: Freue dich, Christkind kommt bald!

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Frauenfrühstück im Advent

 „Es gibt noch Hoffnung?!“ – so lautet das Thema des ersten Frauenfrühstücktreffens im Gemeindezentrum.

Am Samstag vor dem 1. Advent sind Frauen aus Wangen und Umgebung eingeladen, es sich am schön gedeckten Tisch gemütlich zu machen. Nach einem reichhaltigen Frühstück gibt der Vortrag zum Thema Hoffnung Anregungen dafür, wie wir zuversichtlich in die Weihnachtszeit und das neue Jahr gehen können.

Frauenfrühstück: wertvolle Begegnungen – interessante Gespräche – inspirierende Vorträge und ein leckeres Frühstück. – Künftig soll es zweimal im Jahr diese Möglichkeit geben, im Advent und im Frühjahr.

Das Vorbereitungsteam freut sich sehr darauf Sie zu einer Auszeit vom Alltag willkommen zu heißen!

Termin: 2.12.2017
Beginn: 9.00 Uhr

Information und Anmeldung bei Claudia Schröter

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Leben in Balance geht in die zweite Runde

Die erste Runde von „Leben in Balance“ – einer Themenreihe für Frauen, die mit Leib und Seele leichter leben wollen fand von Januar bis April statt. In dieser Zeit sind 3 Frauen miteinander über 20 kg losgeworden.
Nachdem ich anfangs echt aufgeregt war, bin ich im Rückblick sehr dankbar: Es waren echt gute Abende und es hat mir viel Freude gemacht nicht nur die thematischen Impulse vorzubereiten und weiterzugeben, sondern vor allem mit den Frauen im Gespräch zu sein und ihnen dabei zuzuschauen wie sie leichter wurden. Auch wenn „zuschauen“ seltsam klingt, aber ich konnte tatsächlich nicht mehr tun als Impulse weiterzugeben und zu ermutigen – die Arbeit haben die Teilnehmerinnen geleistet.

Am 2. Mai startet die zweite Runde und ich bin schon sehr gespannt darauf, wer sich dieses Mal auf das Wagnis einlässt und die ersten Schritte in ein leichteres und fitteres Leben tut. Immerhin kann es der Start sein zur Bikinifigur im Sommer und in ein rundum leichteres Leben.

Weitere Informationen zur Reihe und den Handzettel gibt es hier.

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Themen Von Frau zu Frau

Trost für Mütter

Zu diesem Thema durfte ich dieses Jahr beim Gemeindetag der ELFK zum ersten Mal eine Arbeitsgruppe für Frauen leiten.

Ausgegangen sind wir von der Frage, inwiefern Mütter überhaupt besonders trostbedürftig sind, und was speziell Mütter tröstet. In Jeremia 31 sagt Gott seinem Volk zu, dass er Schwangere und junge Mütter sammeln wird, dass sie weinend kommen werden und er sie unter Tröstungen nach Hause führt. – Gott hat einen Trost speziell für uns Mütter bereit. Er sieht uns in unserer Situation, in unseren Herausforderungen, und lässt uns darin nicht allein! Er hört unsere stillen Seufzer und geht nicht darüber hinweg.

Am Beispiel von Hagar sahen wir eine Mutter, die von Gott in ihrer Situation ganz besonders getröstet wurde. Ihr war’s, auch durch eigene Schuld, zum Davonlaufen – aber Gott hat sie gesucht und gefunden, sie durfte sich aussprechen und über ihren weiteren Weg nachdenken, bevor sie dann gestärkt durch die Gottesbegegnung in ihren Alltag zurückgeschickt wurde. Allerdings sollte sie die Situation nicht passiv erdulden, leidend über sich ergehen lassen, sondern sie bewusst annehmen und ihren Alltag aktiv gestalten. Hagar erkannte und bekannte: Du bist ein Gott, der MICH sieht!

Leider reichte die Zeit nicht mehr um auch noch zu entdecken wie Hanna von Gott getröstet wurde. Sie erlebte ihr Leben als Jammertal, hatte unter ihrer Situation zu leiden und war nicht mehr offen für die Liebe und das Gute, das sie trotz allem hatte. Aber sie nutzte die Gelegenheit zur Begegnung mit Gott, schüttete ihr bitter gewordenes Herz vor Gott aus und erlebte dann auch, wie sie getröstet wurde und als Gesegnete in ihren Alltag zurückgehen konnte. Hanna konnte dankbar bekennen: Du bist ein Gott der mich HÖRT!

Gott SIEHT mich und Gott HÖRT mich – Gott sieht MICH und Gott hört MICH
Gott sieht und hört nicht nur die Ehefrau, Mutter, Tochter, Kollegin und Freundin, sondern Gott sieht und hört MICH. Das ist ungemein tröstlich!
Gott sucht mich, wenn ich innerlich oder äußerlich davon gelaufen bin. Er schickt mir seinen (oft menschlichen) Boten, er begegnet mir in seinem Wort. Ich darf mein Herz vor Gott ausschütten, darf ihm sagen wie es mir geht, und kann dann auch erfahren, dass ER mein Herz neu füllt, dass er mir einen neuen Blick schenkt, und kann mich als Gesegnete neu den Herausforderungen meines Lebens und meines Alltags stellen.

Jesus lädt mich ein: „Komm her zu mir, die du müde bist von der Arbeit, und unter der Last deiner Verantwortung leidest – ich möchte dich stärken und wieder lebendig machen.“ (Matthäus 11,28) – Jesus will mich mit Ruhe und Kraft beschenken. Ich brauche dafür nichts zu tun als seiner Einladung zu folgen.

Dass ich freimütig mit allem, was mich belastet, kommen kann, und dass ich nicht hängen gelassen werde, dazu hilft mir die Zusage Gottes: „Wenn dir das Wasser wieder mal bis zum Hals steht, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn es so richtig heiß her geht bei dir, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. … DU bist in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich und ich habe dich lieb.“ (Jesaja 43,2-4) – Dass Gott wirklich mich meint, das sagt er mir zu: „So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jesaja 43,1) – Gott kennt meinen Namen, er kennt mich, auch meine Schwachheit und mein Versagen, und dennoch und gerade deshalb sagt er mir zu: DU bist WERTvoll in meinen Augen, ich habe DICH lieb!

Dass auch dich diese Zusage des allmächtigen Gottes, deines himmlischen Vaters, tröstet, wünsche ich dir!

Hier gibt es das Material von der Arbeitsgruppe zum Nachlesen.

Bild: Lichtkunst.73/pixelio.de

 

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Wenn Gott Träume wahr werden lässt …

Schildanbau… und neue Möglichkeiten schenkt.

DASS Gott Träume wahr werden lässt, haben wir im vergangenen Jahr erleben dürfen. In unserem Familienrundbrief zu Weihnachten 2014 schrieb ich „Nach wie vor sind wir auf der Suche nach einem Gemeinderaum in Wangen und Umgebung. – Das scheint allerdings derzeit ein hoffnungsloses Unterfangen, Räume sind rar und sehr teuer. Aber wir vertrauen darauf, dass unser Herr weiß wann es Zeit ist und was wir brauchen. – Es wäre klasse, wenn ihr das Anliegen mit in euer Gebet nehmen könntet!“

Nur etwa 4 Wochen später besichtigten wir Räume, von denen wir spontan dachten „DAS wär’s! – Die idealen Gemeinderäume.“ – Nach und nach taten sich Türen auf, auch in finanzieller Hinsicht, sodass im August schließlich die ehemalige Pizzeria gekauft und am Samstag vor dem 1. Advent mit einem feierlichen Gottesdienst geweiht werden konnte. Inzwischen haben wir Heilig Abend, Christfest und den Jahresschluss mit Gottesdiensten in unserem Gemeindezentrum in Wangen gefeiert, wir hatten sogar ein erstes kleines Krippenspiel an Heilig Abend. – Gott hat Träume wahr werden lassen und Möglichkeiten geschenkt!

Aber das ist erst der Anfang. Wir träumen weiter …

  • von einem offenen Frauengesprächskreis,
  • einem lebendigen Kindertreff,
  • einem Männerforum – „Mann trifft sich“,
  • dem Bibel-und-Brezel-Treff (nicht nur) für Senioren,
  • regelmäßigen Frauenfrühstückstreffen
  • einer Jugendarbeit
  • Hauskreisen

… und sind sehr gespannt darauf, wie Gott diese Träume wahr werden lässt und welche Möglichkeiten ER in diesem Jahr für uns bereit hält. Vielleicht ist es noch etwas ganz anderes. – Wir wollen uns überraschen lassen und bereit sein für die Aufgaben, vor die ER uns stellt, und die Begegnungen, die ER uns schenkt.P1080157

Es wäre klasse wenn sich Leute fänden, die unsere Träume im Gebet begleiten und uns, soweit möglich, mit Rat und Tat unterstützen.

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Frauenkreis Von Frau zu Frau

Frauen im Gespräch

Die Frauenarbeit unserer Gemeinde wird künftig unter dem Titel „Frauen im Gespräch“ stattfinden. Dazu gehören der bisher bestehende Online-Frauenkreis, die „Leben in Balance„-Themenabende in Wangen und, was ich erhoffe und erbete, ein daraus entstehender Frauen-Gesprächskreis.

Inhaltlich wird sich nichts ändern: Der Online-Frauenkreis wird weiterhin in erster Linie ein Bibelgesprächskreis für Frauen sein und 14-tägig stattfinden. „Leben in Balance“ ist eine vorerst auf 8 Wochen angelegte Themenreihe, die immer wieder mit denselben Themen angeboten werden soll. – Wenn ich träumen darf, dann kommen ein wöchentlicher Frauen-Gesprächskreis in Wangen und in regelmäßigen Abständen stattfindende Frühstückstreffen für Frauen dazu.

Noch ist es tatsächlich ein Traum, und noch ist nicht klar, wie eine wachsende Frauenarbeit mit unserer kleinen Kraft bewältigt werden kann, aber das soll uns nicht daran hindern Schritte zu tun. Denn der allmächtige Gott ist der Herr der Gemeinde, ER ist es, der zur Aufgabe die Gabe schenkt, Herzen bewegt und Mitarbeiter beruft und in den Dienst nimmt.

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Von Frau zu Frau

Leben in Balance

Die Handzettel sind fertig, das Programm steht im Groben für „Leben in Balance“ – eine Themenreihe für Frauen. Ich bin schon etwas aufgeregt und dabei, thematische Impulse für 8 Abende zu erarbeiten.

In den vergangenen Monaten hat sich aus vielen Gesprächen mit unterschiedlichen Frauen herauskristallisiert, dass in Wangen eine Themenreihe für Frauen, ein offener Gesprächskreis dran sein könnte.  Jetzt ist es so weit. Ich habe Termine eingeplant und Handzettel gestaltet, die in den nächsten Tagen und Wochen verteilt werden. Der erste kleine Schritt ist getan, ein zweiter großer folgt mit dem Verteilen der Einladungen und dann bleibt die bange Frage ob sich interessierte Frauen finden, und wie der erste Durchlauf der Abende wird. Die Themenreihe soll nämlich wiederholt werden, vielleicht mündet sie sogar in einen Gesprächskreis für Frauen hier in Wangen.

„Leben in Balance“ – unter diesem Titel biete ich 8 Abende zu unterschiedlichen Themen an. Die Zielsetzung ist zweiteilig: Einerseits sind diese Abende ein Angebot für Frauen, die gerne Gewicht reduzieren möchten, dies in Gemeinschaft zu tun, andererseits wird es um Lebensthemen gehen, die Frauen bewegen und belasten können.

Beide Zielsetzungen lassen sich gut verbinden, da es beim Abnehmen nicht nur darum geht, angefutterte Pfunde loszuwerden, sondern um eine Veränderung von Lebensgewohnheiten und Denkmustern. – Die einzelnen Themen und die Gespräche sollen dazu helfen, dass das Leben in Balance kommt. Wir wollen uns gegenseitig ermutigen, über Sorgen und Probleme ins Gespräch kommen, von- und miteinander lernen mit Herausforderungen umzugehen, Informationen und Erfahrungen austauschen und uns dabei unterstützen Gewicht loszuwerden.

Es wird um Themen gehen wie Wer bin ich?, Wie kann ich mich selbst annehmen?, Zielorientiert leben, Prioritäten setzen, Loslassen, Grenzen setzen, Mit Rückschlägen umgehen.

Der Handzettel mit Programm ist hier zu finden: Flyer – Leben in Balance.

 

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ADVENT buchstabiert

A – wie Ankunft:
Advent ist die Kurzform des lateinischen „adventus domini“ – Ankunft des Herrn.
Im ersten Advent wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf das Kommen des von Gott schon lange verheißenen Erlösers. Die Geburt von Jesus, derer wir an Weihnachten gedenken, war die Ankunft Gottes in dieser Welt. Gott kam in diese Welt hinein indem er Mensch wurde.
Der zweite Advent ist die Zeit vor dem zweiten Kommen Jesu. Christen warten auf die Ankunft ihres Herrn – diesmal nicht als kleines, hilfloses Kind, sondern dann kommt er als König und Richter.
Der dritte Advent ist das Kommen von Jesus in unser Leben hinein. Um es mit Angelus Silesius zu sagen: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir; du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.“

D – wie Dunkelheit:
Der Advent fällt in die dunkelste Zeit des Jahres. Die Tage werden kürzer bis zur Wintersonnwende an Weihnachten. In die Dunkelheit der Welt leuchten im Advent viele Kerzen, funkelnde Sterne und Lichter. Sie sind ein Zeichen dafür, dass mit der Geburt Jesu das Licht aus der Ewigkeit in diese Zeit und Welt hinein kam.
Jesus wurde in eine dunkle, grausame Welt hineingeboren, doch mit seiner Geburt ging ein Stern auf und Licht aus dem Himmel leuchtete auf den Hirtenfeldern. – Vom Stall von Bethlehem geht ein Licht aus, das nicht mehr zum Erlöschen gebracht werden kann. Jesus IST das Licht der Welt. Sein Leben, und viel mehr noch sein Tod und seine Auferstehung haben das Licht in diese Welt gebracht. Das Licht der Liebe und der Hoffnung. „Gott, der sprach: ‚Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten‘, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben.“ 2.Kor.4,6

V – wie Vorbereitung:
Im Advent wird vieles vorbereitet, Plätzchen gebacken, Geschenke verpackt.
Im ersten Advent hat Gott die Welt vorbereitet auf die Geburt seines Sohnes, bis hinein in die Details des Geburtsortes und der politischen Umstände. Im zweiten Advent bereitet er alles vor für die Wiederkunft Jesu. Entscheidend ist, dass wir uns vorbereiten – unsere Herzen und unsere Häuser, damit Jesus auch zu uns kommen kann.
Findet er in dieser Adventszeit Platz in unseren Wohnungen, unseren Familien, unserem Alltag?

E – wie Erwartung:
Erwartung ist die Haltung, mit der wir im Advent leben. Kinder erwarten das Christfest mit seinen Lichtern. Und wir Erwachsenen?
Erwartung ist auf etwas Positives in der Zukunft gerichtet, das Gegenteil sind Befürchtungen. Wer an Jesus als seinen Heiland glaubt, wer von ihm die Vergebung seiner Schuld empfangen hat, kann ihn getrost erwarten. Alle anderen müssen das zweite Kommen von Jesus befürchten, denn „schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“ (Hebr.10,31).

N – wie Neugier:
Die Kinder sind neugierig auf die Geschenke, können es am Weihnachtsabend nicht erwarten den Baum, das Festzimmer zu sehen. Wir Erwachsenen haben die Neugier besser im Griff. Und doch wäre es manchmal schön, wenn wir einen Blick durchs Schlüsselloch tun könnten. – Natürlich nicht ins Weihnachtszimmer, sondern in die Zukunft, hinein in die Zeit, wenn unser Herr wiederkommt.
In der Bibel ermöglicht Gott uns den einen und anderen Blick durchs Schlüsselloch. Die Adventszeit ist eine Einladung an uns, dass wir es ruhiger angehen lassen, dass wir uns wieder Zeit nehmen um in der Bibel zu lesen und Einblick zu nehmen in das, was Gott uns zeigen möchte. Lassen wir uns die Neugier schenken, nehmen wir uns Zeit für Gottes Wort.

T – wie Tür:
Im Advent gibt es Türen – in den Adventskalendern und in den Adventsliedern. Es geht um offene Türen im Advent.
Am Ende des ersten Advents steht „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis.“ – Der Weg zum Paradies, der Weg zum Himmel ist offen, weil Gott Mensch geworden ist! An Karfreitag ist der Vorhang zerrissen, Gott hat den Zugang zum Himmel wieder frei gemacht.
Am Ende des zweiten Advents steht wieder eine offene Tür: „Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.“ (Offb.19,11)
Und im dritten Advent gilt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ (Offb.3,20) – Stimmen wir mit ein in das Adventslied: „Komm, o mein Heiland Jesus Christ, meins Herzens Tür dir offen ist!“ – damit ER ankommen kann in dieser Adventszeit.

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Von Frau zu Frau Weihnachten

„Der Glanz kommt von innen“

Wie viel Glanz ist schon seit Wochen vielerorts zu sehen. Da glitzern Lichterketten in Vorgärten, blinken LED-Sterne in Fenstern, sind Städte erleuchtet, funkeln Kerzen und ziert allerlei Glitzerndes und Glänzendes die Schaufenster und Päckchen. Viel Glanz – meist nur äußerlich. In wenigen Tagen schon ist er wieder verschwunden.

In einem Film über die Adventszeit im Thüringer Wald kam ein Glasbläser zu Wort. Er sagte „der Glanz kommt von innen“. Damit meinte er das Silber, das seine mundgeblasenen Kugeln glänzen lässt.

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Alle Not kommt vom Vergleichen!

Naja, ganz so extrem würde ich es nicht sagen, aber Fakt ist, dass der Vergleich mit anderen uns unglücklich macht und in manche Not stürzt.

Mir ist das erst neulich passiert: Wie jedes Jahr bekamen unsere Kinder ein Nikolaus-Paket von meiner Schwägerin geschickt. Beim obligatorischen Danke-Anruf hat sie erzählt, dass sie 18 (in Worten: ACHTZEHN) Sorten Plätzchen innerhalb von 3 Tagen gebacken hat. Und das als Mutter von drei Jungs, einer davon erst wenige Monate alt, engagiert in Kirchenvorstand und Chor, Leiterin des Kindergottesdienst-Teams, berufstätig in der Firma ihres Mannes und mit einer großen, jedoch immer tiptop aussehenden Wohnung.

Da stand ich nun – Vollzeitmama und Hausfrau mit einer oft unaufgeräumten (gut, sagen wir kreativ chaotischen) Wohnung, nur zwei Kindern, aber auch nur 6 Sorten Plätzchen. Ich war nahe am Minderwertigkeitsgefühl und fühlte mich gedrungen noch mindestens zwei bis vier weitere Sorten zu backen um nicht ganz als untätige Hausfrau dazustehen.

Kurz danach haben wir im Frauenkreis Psalm 73 gelesen.
Dort schaut Asaph auf die Nicht-Glaubenden und stellt fest, dass es ihnen so viel besser geht als ihm. Auch er kommt in große Not durch dieses Vergleichen und betet: „Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten. Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging.“ Auch er hat große Not, weil er sich mit anderen vergleicht. Doch Asaph bleibt dabei nicht stehen: „So sann ich nach, ob ich’s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer, bis ich ging in das Heiligtum Gottes .“

Asaph sucht in seiner Not die Gegenwart Gottes. Im Heiligtum verändert sich seine Blickrichtung – er schaut weg von sich und den anderen, sein Blick richtet sich auf Gott. Dadurch bekommt er eine neue Perspektive, er kann die Situation nun mit Gottes Augen sehen, sich und die anderen. Er muss bekennen: „Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren,  da war ich ein Narr und wusste nichts, ich war wie ein Tier vor dir.“ Und weiter: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.  … Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.“

Asaph merkt, dass das Vergleichen mit anderen, der ganze Neid pure Dummheit ist. Es kommt nicht darauf an was er besitzt oder ob er alle Tage gut leben kann. Entscheidend ist, dass er sich von Gott gehalten weiß und im Vertrauen auf seinen himmlischen Vater lebt.

– Und was hat das nun mit mir und den Plätzchen meiner Schwägerin zu tun?

Auch ich kann in der Gegenwart Gottes einen neuen Blick bekommen. Aus Gottes Perspektive gilt nämlich: „So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!  … Du bist in meinen Augen wert geachtet und herrlich und ich habe dich lieb!“ (nach Jesaja 43)

Ich bin wertvoll – unabhängig von Aussehen, Schulabschluss, Besitz, Wissen oder Können.
Ich bin geliebt – bedingungslos.
Ich darf sein wie ich bin – mit oder ohne Plätzchen.
Ich brauche mich nicht mit anderen zu vergleichen.
Das einzige, was zählt ist, was Gott über mich denkt. – „Weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe, gebe ich Menschen an deiner Statt und Völker für dein Leben.“ – Das ist einmalig! Wie sehr er mich liebt, wie sehr er mich wertschätzt, daran erinnert gerade die Advents- und Weihnachtszeit:  er hat für mich nicht irgend wen gegeben, sondern seinen geliebten Sohn. Jesus hat den Himmel verlassen und ist Mensch geworden, als kleines, schutzloses, hilfsbedürftiges Kind in diese Welt gekommen. Er hat als Mensch gelebt, war mit denselben Schwierigkeiten und Versuchungen konfrontiert wie jeder andere Mensch, deshalb kann er mich verstehen. Schließlich ist er dann als Unschuldiger getötet worden – und hat damit für meine Schuld bezahlt. Sein vollkommenes Leben wird mir angerechnet. Um Jesu willen bin ich vollkommen – in Gottes Augen. Das ist das Entscheidende in der Advents- und Weihnachtszeit, und nicht wie viele Plätzchen gebacken werden oder ob alle Fenster geputzt sind.

 

Bei uns gab es schließlich doch noch zwei weitere Sorten Plätzchen und anderes Gebäck, aber nicht, um mit meiner Schwägerin gleichzuziehen, sondern weil ich Freude am Backen und Zeit dazu hatte.